Meinst du die Russen wollen Krieg?

Über 1 Millionen Sowjetbürger starben alleine bei der Blockade Leningrads vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944. 27 Millionen insgesamt.

Meinst du, die Russen wollen Krieg? Themenabend zum 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion Onlinevortrag und Diskussion.

22.06.2021 19:00 Uhr mit Stefan Kühner   (Vors. Marx-Engels Stiftung)
Online über: https://meet.jit.si/

Die Medien überschlugen sich mit ihren Meldungen Mitte Februar 2021. „Putins Militäraufmarsch (Mitteldeutscher Rundfunk) „NATO: Russland soll Aufmarsch stoppen“ (Deutsche Welle), „Im schlimmsten Fall will Russland wirklich Krieg“ (Die Zeit). Was war passiert? Russland hatte eine Flugstunde entfernt von seiner Westgrenze ein Abwehr-Manöver durchgeführt, kurz bevor die NATO ihr eindeutig gegen Russland gerichtetes Großmanöver „Defender 2021“ gestartet hatte. Als dieses dann begann, waren die ‚Truppen aus dem fernen Osten‘ schon lange wieder daheim.
Die Defender-Übungen sind in der oben formulierten NATO-Strategie gegen Russland gerichtet. Dass dies ausgerechnet im Sommer 2021 geschieht, ist ein Affront, bedrohlich und per de. Am 22.06.1941, das heißt vor 80 Jahren, über fielen die faschistischen deutschen Armeen russisches Territorium. 27 Millionen Menschen in Russland und den anderen Sowjetstaaten fanden den Tod.
70 Millionen weltweit. Die letzten Opfer waren die 100.000 Soforttoten und
130.000 Toten an den Spätwirkungen der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki. All dies war die Folge des Überfalls auf russisches Territorium im Juni 1941. Und jetzt wird Russland wieder, wie vor 80 Jahren vorgeworfen, Krieg zu wollen!?

In seinem Vortrag geht Stefan Kühner aus Karlsruhe der Frage nach: wer richtet seine Panzer und Flugzeuge auf wen? Er spricht über die Ausweitung der NATO seit 1990 nach Osten, über das Wettrüsten und die neuesten Pläne der Bundeswehr zum Einsatz von‚ autonomen Waffen‘ gegen Russland und China.

Hier ein Link: Kein Krieg mit Rußland: http://www.russlandbruecke.de/kein-kalter-krieg-mit-russland-hoert-auf-damit/

Friedenswanderung der Naturfreunde kommt am 12. Juni durch Bruchsal

Die NaturFreunde Deutschlands veranstalten im Zeitraum vom 12.05.21 bis 04.07.21 eine Friedenswanderung unter dem Motto „Frieden in Bewegung“.
Die Wanderung wird über 55 Tagesetappen quer durch Deutschland sowie teils durch Österreich und die Schweiz, während einer finalen Umrundung des Bodensees, führen.

Am Samstag, den 12. Juni 2021, wird Bruchsal ein Etappenziel sein. Aus diesem Anlaß findet von 16.00-17.00 Uhr eine Kundgebung im Bürgerpark der Stadt Bruchsal (hinter dem Bürgerzentrum) beim Mahnmal für die Opfer der Hinrichtungsstätte statt. Geplanter Ablauf:

  • Musikalische Eröffnung (Chor der NaturFreunde Baden)
  • Eröffnung durch den Bezirksleiter der NaturFreunde, Werner Kölle
  • Grußworte von Frau Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick
  • Rede der stellvertr. Bundesvorsitzende der NaturFreunde, Regina Schmidt-Kühner
  • Friedenslieder (Paul Mehrer und rheinpfälzische NaturFreunde)
  • Gedichte für den Frieden (Lesung)
  • Redebeitrag der Friedensinitiative Bruchsal, Dr. Rüdiger Czolk
  • Schlussaktion: Tauben steigen für den Frieden. Bruchsaler Bürger*innen aus sechs Erdteilen sprechen Friedenswünsche und lassen „Friedenstauben“ des Bruchsaler Züchters Fredi Liebgott aufsteigen

Bitte beachten:
Coronabedingt besteht Masken- und Abstandspflicht. Bitte auch die am 12.6.21 aktuell gültigen Vorschriften bezüglich Test- und Impfnachweis einhalten.
Es werden Foto- und Filmaufnahmen gemacht (Rainer Kaufmann).

Rüdiger Czolk

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55 Etappen auf dem Weg zum Frieden Die Naturfreunde wandern für Frieden und Abrüstung quer durch Deutschland

Blaue Fahnen mit weißen Friedenstauben, eine Fahne der Jungsozialist*innen, Schilder, auf denen Abrüstung und Entspannung gefordert wird. Mit einer Auftaktkundgebung in Hannover begann am 12. Mai Deutschlands längste Friedenswanderung, die in 55 Etappen bis 4. Juli zum Bodensee führen wird. Der Marsch wird von den Naturfreunden organisiert, eine Organisation, die in der Arbeiter*innenbewegung entstanden ist und Naturerlebnis und Reisen in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stellt. Auch der Friedensmarsch hat das Ziel, Erholung, Freizeit und den Kampf für Abrüstung zu vereinen.

https://www.nd-aktuell.de/artikel/1152355.naturfreunde-etappen-auf-dem-weg-zum-frieden.html „55 Etappen auf dem Weg zum Frieden Die Naturfreunde wandern für Frieden und Abrüstung quer durch Deutschland“ weiterlesen

EU verhängt neue Sanktionen gegen Belarus – Quod licet Iovi…

EU verhängt neue Sanktionen gegen Belarus. Ein vergleichbarer Übergriff auf die zivile Luftfahrt seitens mehrerer EU- bzw. NATO-Staaten blieb 2013 folgenlos.

BERLIN/MINSK (german-foreign-Bericht) – Die EU verhängt in Reaktion auf die erzwungene Zwischenlandung eines Ryanair-Fluges in Minsk sowie die Festnahme eines belarussischen Exiloppositionellen neue Sanktionen gegen Belarus. So sollen etwa belarussische Airlines den Luftraum der EU nicht mehr durchqueren dürfen; auch neue Wirtschaftssanktionen stehen bevor. Die Reaktionen stehen in krassem Gegensatz zu den Reaktionen auf einen Vorfall im Juli 2013. Damals hatten mehrere EU-Staaten das Flugzeug des bolivianischen Präsidenten Evo Morales mit der plötzlichen Sperrung ihres Luftraums zu einer Zwischenlandung in Wien gezwungen, wo die Maschine unter Bruch internationaler Normen kontrolliert wurde. Grund war, dass die Vereinigten Staaten den Whistleblower Edward Snowden an Bord vermuteten und ihn nach der erzwungenen Zwischenlandung festnehmen wollten. Das Ansinnen scheiterte nur, weil Snowden in Russland geblieben war. Proteste Berlins und der EU blieben aus. Die aktuellen Reaktionen erklären sich auch daraus, dass das Minsker Vorgehen die gesamte vom Westen protegierte belarussische Exilopposition in Verunsicherung stürzt.

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Kein Lockdown für Militärs (II)

Defender Europe 21: Hauptphase in Südosteuropa hat begonnen. Deutschland fungiert als Drehscheibe, Österreich als Durchmarschgebiet.

BERLIN/WASHINGTON (german-foreign- Bericht) – Kurz vor den Feierlichkeiten zum Jahrestag der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus ist die Hauptphase des US-Großmanövers Defender Europe 21 eingeleitet worden. Das Manöver probt unter deutscher Beteiligung den Aufmarsch westlicher Streitkräfte in Richtung russische Grenze; Schwerpunktregion ist in diesem Jahr Südosteuropa. In der albanischen Hafenstadt Durrës hat diese Woche eine gewaltige Landeübung stattgefunden, bei der gut 1.000 US-Militärfahrzeuge nicht direkt von ihrem Frachtschiff in den Hafen rollen konnten, sondern auf kleinere Schiffe zwischenverladen werden mussten. Es sei das erste derartige Großmanöver seit der Landung der Weltkriegs-Alliierten auf Sizilien und in der Normandie gewesen, erklärt ein US-General. Defender Europe 21 bindet sämtliche Länder Südosteuropas außer Serbien ein, das seinerseits militärpolitisch auch mit Russland kooperiert. Trotz seiner offiziellen Neutralität wird Österreich als Durchmarschgebiet genutzt. Militärs legen zudem großen Wert auf die Einbindung ziviler Strukturen und der Bevölkerung.

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Pressemitteilung Friedensbewegung ruft auf zu den Ostermärschen Abrüsten in Stuttgart 2021!

Für den Frieden, für das Klima, für die Menschen!

Angesichts der schwindelerregenden Steigerung der Rüstungsausgaben und der zunehmend aggressiver werdenden außenpolitischen Rhetorik, der vielen blutigen Kriege und der wachsenden Zahl der Menschen die zur Flucht gezwungen werden ruft die Friedensbewegung auch in Baden-Württemberg zu den diesjährigen Ostermärschen auf. Dabei sind sich alle Ostermarschaufrufer und Veranstalter ihrer besonderen Verantwortung in den Zeiten der Pandemie bewußt, auf die strikte Beachtung alle Hygieneregeln zu achten. Gerade im Lichte dieser Pandemie erweist sich Aufrüstung und Kriegspolitik als besonders zynisch. „Ausgerechnet zu einem Höhepunkt der Coronapandemie im Dezember, als die Intensivstationen sichtbar überlastet und unterfinanziert waren, stieg der Rüstungshaushalt auf eine Rekordsummevon 53 Mrd Euro (einschließlich der in anderen Haushaltstiteln verstecken Posten) – bei gleichzeitiger Senkung der Ausgaben für Gesundheit um 5,95 Milliarden Euro!“ , heißt es im Stuttgarter Ostermarschaufruf. Die Ostermarschiererinnen forden deshalb umfassende Senkung der Rüstungsausgaben, den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffensperrvertrag, die Beendigung aller Auslandseinsätze, die Schließung der US Kommandozentralen Africom und Eucom in Stuttgart und nicht zuletzt mehr Friedensbildung an den Schulen. „Pressemitteilung Friedensbewegung ruft auf zu den Ostermärschen Abrüsten in Stuttgart 2021!“ weiterlesen

Klimakrise zwischen Militarisierung und Frieden

Einladung zur Online-Veranstaltung am 26.3. ab 18 Uhr:

Klimaveränderungen erzeugen und verschärfen soziale, ethnische und geostrategische Konflikte durch die Ausbeutung und Vernichtung von Ressourcen, Wetterextreme und Naturkatastrophen, Vertreibung und Flucht, die besonders die verwundbaren und fragilen Regionen treffen.

Die ungebremste globale Erwärmung erzeugt ein Klima der Gewalt, das den Frieden gefährdet und  der Militarisierung und Aufrüstung Vorschub leistet, die wiederum die Naturzerstörung und den Klimawandel beschleunigen.

Um den Teufelskreis aus globalisiertem Wachstum, Umweltzerstörung und Gewalt umzukehren, müssen positive Verflechtungen von Frieden und nachhaltiger Entwicklung gestärkt und ausgebaut werden. Statt durch Klimakonflikte eine weitere Militarisierung zu rechtfertigen, müssen Abrüstung, Umweltschutz und die Transformation zur nachhaltigen Energieversorgung Hand in Hand gehen. „Klimakrise zwischen Militarisierung und Frieden“ weiterlesen

Die Zeit ist reif für eine politische Lösung im Konflikt zwischen Türken und Kurden

D E R K O M M E N TA R
Die Verantwortung im Superwahljahr 2021
von Gisela Penteker
Die aktuellen Nützlichen Nachrichten liegen vor. Es sind
gesammelte und ausgewählte Nachrichten zur Kurdischen
Frage, die man sonst mühsam zusammensuchen muss. In-
soweit sind sie nützlich. Aber was nützen sie? Sie erreichen
Interessierte, machen sie je nach Temperament wütend
oder traurig. Ein Dialog kommt nicht in Gang und eine
politische Wirkung scheint auch auszubleiben. „Die Kurden“
behalten ihren schlechten Ruf in Deutschland. Sie bleiben
mit ihren politischen Forderungen weitgehend unter sich,
obwohl inzwischen eine junge, in Deutschland ausgebilde-
te Generation am Zuge ist.
EU und deutsche Regierung setzen ihre scheinheilige
Politik gegenüber der menschenverachtenden türkischen
Regierung fort. Dafür gibt es auch in dieser Ausgabe viele
Belege.
Es sind insbesondere die Waffengeschäfte, die of-
fensichtlich völlig unbeeinflusst von öffentlichem Protest
fortgeführt werden.
Drohnen sind besonders heimtückische Waffen, die
von vielen Menschen abgelehnt werden. Trotzdem sind sie
inzwischen fester Bestandteil aller Kriege und bewaffneten
Auseinandersetzungen. In Deutschland ist die Bewaffnung
von Drohnen zwar zunächst verschoben, die Deutschen lie-
fern aber der Türkei und anderen Technologie und Kowhow
für die Raketenbestückung. Meint die Kanzlerin das, wenn
sie sagt: „Deutschland muss mehr Verantwortung in der
Welt übernehmen“?
2021 ist ein Superwahljahr. Hier ist jeder Bürger in der
Verantwortung, für Veränderung zu sorgen.

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Dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten – nukleare Aufrüstung Deutschlands stoppen!

APPELL

 

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

wir wenden uns hiermit an Sie und zugleich an alle Mitglieder der Bundesregierung und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit dem dringenden Appell:

Unterzeichnen und ratifizieren Sie den Atomwaffenverbotsvertrag!

Stoppen Sie die Stationierung der neuen US-amerikanischen B 61-12 Atombomben auf dem Fliegerhorst der Bundesluftwaffe in Büchel und die damit verbundene neue gefährliche atomare Aufrüstung auf deutschem Boden!

Unterlassen Sie die geplante Anschaffung von 45 US-amerikanischen F 18 Jagdflugzeugen als Kernwaffenträger für das taktische Luftwaffengeschwader 33 der Bundeswehr!

Wir befinden uns derzeit an einer wichtigen Wegkreuzung in der Auseinandersetzung um die Nuklearrüstung auf deutschem Boden. Einerseits hat am 24. Oktober 2020 der 50. Staat den Atomwaffenverbotsvertrag ratifiziert, sodass dieser am 22. Januar 2021 in Kraft treten wird. Damit ist die Tür weit offen für eine neue Dynamik mit dem Ziel der Abschaffung aller Atomwaffen.

Andererseits weigert sich die Bundesregierung noch immer, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen und beteiligte sich stattdessen im Oktober 2020 erneut an einem militärischen Manöver, in dem unter dem Namen Steadfast Noon der Atomkrieg geprobt wurde. Im Zentrum stand dabei der Einsatz der 46 Tornados des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 in Büchel im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“. Geübt wurde nach einem Korrespondentenbericht der FAZ aus dem NATO-Hauptquartier in Brüssel der Einsatz von Atomwaffen gegen Ziele in Russland. „Dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten – nukleare Aufrüstung Deutschlands stoppen!“ weiterlesen