Cienfuegos «Die Perle des Südens

cienfuegos-perla-del-sur

Mehr als 30 historische Städte in Lateinamerika und der Karibik sind von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärt worden. Nur eine davon wurde im 19. Jahrhundert gegründet und gebaut. Nur eine hatte einen Stadtkern, der in einem unter spanischer Herrschaft stehenden Land Amerikas von Siedlern französischer Herkunft erdacht und entwickelt wurde: die kubanische Stadt Cienfuegos.

Die Siedlung Fernandina de Jaguas, wie sie ursprünglich hieß, wurde am 22. April 1819 eingeweiht. Zehn Jahre später wurde sie zum Dorf ernannt und 1880 erhielt dieses das Stadtrecht. 1976 wurde diese Stadt innerhalb der neuen politisch-administrativen Aufteilung zur Hauptstadt der neuen Provinz Cienfuegos, die nach Havanna der zweitgrößte Industriestandort Kubas ist.

„Cienfuegos «Die Perle des Südens“ weiterlesen

Bericht zur Venezuela-Reise im April 2019

Andrej Hunko, Mitglied des Deutschen Bundestags und der Parlamentarischen Versammlung des Europarates für die Partei Die Linke, über seinen Venezuela-Besuch

Andrej Hunko mit Laetitia Courtois, Leiterin Internationales Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) in Venezuela.
Andrej Hunko mit Laetitia Courtois, Leiterin Internationales Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) in Venezuela.

Einleitung

Vom 16. bis zum 27. April 2019 habe ich mich in Venezuela aufgehalten, um mir vor Ort ein Bild von der Lage zu machen und Gespräche mit diversen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft zu führen. In diesem Bericht möchte ich die wichtigsten Eindrücke zusammenfassen, um sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit meiner Rückkehr habe ich bereits auf zahlreichen Veranstaltungen und in Interviews über die Reise und meine Einschätzungen gesprochen. Dieser Bericht soll das Erlebte etwas systematischer zusammenfassen.

https://amerika21.de/analyse/229035/bericht-zur-venezuela-reise-april-2019

Die Kriegsgefahr wächst

Abschied vom INF-Vertrag (III)
Bereits 2014, während der Amtszeit von Barack Obama – verkündetete Jon Balton, heutiger Nationaler Sicherheitsberater von  von US-Präsident  Trump, dass das  INF-Abkommen obsolet sei und die USA das volle Spektrum konventioneller und nuklearer Optionen brauche. Begründet wurde das unter anderem damit,  China , Iran und Nordkoerea würden sich nicht  am INF-Vertrag gebunden fühlen.

„Die Kriegsgefahr wächst“ weiterlesen

Flinten-Uschi nach Brüssel

Foto:Wikipedia
Ursula von der Leyen als Kommissionspräsidentin vorgeschlagen
Joa, passt, möchte man sagen; im Hinterzimmer beschlossen und mal
ebenso präsentiert, eine Friedensstifterin ist sie auch nicht gerade, eigentlich
die optimale Besetzung für einen solchen Posten in der Europäischen Union.
Das passt natürlich denjenigen nicht unbedingt, die in der EU die Hüterin des
Friedens und der Demokratie sehen, weswegen sie auch nun Sturm laufen.
Erhält von der Leyen nicht die „qualifizierte“ Mehrheit (mindestens 55 Prozent
der Stimmen, die allerdings auch 65 Prozent der EU-Bevölkerung
repräsentieren müssen) bei der Abstimmung im EU-Parlament, bekommt sie
den Posten nicht. Allerdings kann das Parlament auch keinen eigenen
Kandidaten aufstellen, das darf nur der Europäische Rat der Staats- und
Regierungschefs der EU.

„Flinten-Uschi nach Brüssel“ weiterlesen

Syrien

Der britische Botschafter in den USA hat US-Präsident Donald Trump und dessen Regierung einem Pressebericht zufolge in internen Mitteilungen als „inkompetent“ und „einzigartig dysfunktional“ bezeichnet. Wie die britische Zeitung „Mail on Sunday“ berichtete, erklärte Botschafter Kim Darroch in geheimen Briefings an das Außenministerium in London, dass die Trump-Präsidentschaft „abstürzen“ und „schmachvoll enden“ werde.

Quelle: web.de

Aufruf abrüsten statt aufrüsten

Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP). So wurde es in der NATO vereinbart.

Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, Kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.

Auch sicherheitspolitisch bringt eine Debatte nichts, die zusätzlich Unsummen für die militärische Aufrüstung fordert. Stattdessen brauchen wir mehr Mittel für  Konfliktprävention als Hauptziel der Außen- und Entwicklungspolitik.

abrüsten statt aufrüsten!

Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln. Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben–Abrüsten ist das Gebot der Stunde.

28,616 signatures

Teile diesen Beitrag

Militär löst keine Probleme. Schluss damit. Eine andere Politik muss her.

Damit wollen wir anfangen: Militärische Aufrüstung stoppen, Spannungen abbauen, gegenseitiges Vertrauen aufbauen, Perspektiven für Entwicklung und soziale Sicherheit schaffen, Entspannungspolitik auch mit Russland, verhandeln und abrüsten.

Diese Einsichten werden wir überall in unserer Gesellschaft verbreiten. Damit wollen wir helfen, einen neuen Kalten Krieg abzuwenden.

„Aufruf abrüsten statt aufrüsten“ weiterlesen

Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag am 1. September 2019

NIE WIEDER KRIEG! NIE WIEDER FASCHISMUS! FÜR FRIEDEN UND ABRÜSTUNG

„Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ Das ist die Antwort der Gewerkschaften auf das unermessliche Leid, das Nazi-Deutschland über die Welt gebracht hat als es am 1. September 1939 Polen überfiel und damit die Katastrophe des Zweiten Weltkriegs aus- löste. Achtzig Jahre nach Beginn des grauenhaften Vernichtungskriegs der Nazis haben wir allen Anlass, am Antikriegstag daran zu erinnern, wohin das Wiedererstarken von blindwütigem Nationalismus und Militarismus, von Menschenfeindlichkeit und Rassismus führen kann.

 

„Erklärung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Antikriegstag am 1. September 2019“ weiterlesen

Aktivenkonferenz von Aufstehen gegen Rassismus

 

Einige Schwerpunkte von der Aktionskonferenz in Erfurt:

Die AfD ist Sammelbecken von Neofaschisten und extremen Rechten, dabei geht die Entwicklung in Richtung Stärkung des neofaschistischen „Flügels“. Sie stärkt extrem rechte Akteur*innen im außerparlamentarischen Bereich.
Der rechtsterroristische Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat erneut auf dramatische Art und Weise gezeigt, wie rechte Gewalttäter*innen in einem von Hass und Rassismus geprägten politischen Klima agieren, das wesentlich von der AfD geprägt ist. Wir sind der Auffassung, dass wir unsere Anstrengungen verstärken müssen, der AfD und der extremen Rechten etwas entgegenzusetzen. Mit dieser Erklärung wollen wir in die Diskussion einsteigen, wie wir der rechten Gefahr entgegentreten können, und schlagen praktische Schritte für die nächsten Monate vor:

  1. Am 21.09.2018 erreichte die AfD im Bund im ARD-Deutschlandtrend 18 Prozent und überflügelte als zweitstärkste Partei die SPD. Heute steht die AfD je nach Umfrage bundesweit
    zwischen 12 und 13 Prozent. Das ist noch immer viel zu viel, doch die Dynamik nach oben
    ist gebrochen. Die AfD ist nicht geschlagen, aber sie ist schlagbar – das ist eine motivierende Perspektive.
    2. Die relative Schwächung der AfD ist Resultat der unablässigen politischen Mobilisierung
    gegen Rassismus im Allgemeinen und gegen die AfD im Besonderen, die wir seit dem
    Sommer 2018 erleben: Viele hunderttausend Menschen sind für die „Seebrücken“ zur Rettung Geflüchteter, als „Wir sind mehr“ gegen die Hetzjagden in Chemnitz, bei unzähligen
    kleineren und größeren Mobilisierungen gegen die AfD und schließlich #unteilbar am 13.
    Oktober in Berlin auf die Straße gegangen. Es gibt eine neue und lebendige Gegenbewegung
    zu der gesellschaftlichen Rechtsentwicklung, deren sichtbarer Ausdruck und zugleich Motor die AfD ist. „Aufstehen gegen Rassismus“ (AgR) war im „Sommer und Herbst des Antirassismus“ elementarer Bestandteil dieser Bewegung und konnte sich entsprechend mit
    mehr Kampagnengruppen, mehr Aktiven, mehr Aktionen, mehr Material und mehr
    Stammtischkämpfer*innenschulungen im öffentlichen Diskurs verankern. 2019 haben z.B.
    die „Fridays for Future“, Frauen*bewegung und Mieter*innenbewegungen die bundesweite Agenda auf ein für die AfD ungünstigeres Terrain verschoben. Auch bei diesen Themen
    können und wollen wir deutlich machen, dass die AfD keine Alternative ist.
    3. Die AfD steht unter Druck. In der Partei nehmen die Konflikte zu. Auf dem Landesparteitag
    in Baden-Württemberg kam es zu heftigen Auseinandersetzungen, in Sachsen-Anhalt hat
    der prominente AfD-Rechtsaußen Andre Poggenburg die Partei nach starken Konflikten
    verlassen und in Bayern ist Raimund Swoboda Anfang März sowohl aus der AfD-Landtagsfraktion wie auch aus der Partei ausgetreten. Swobodas Austrittserklärung gibt den ent
    scheidenden Hinweis, woher, neben dem Druck durch die permanente gesellschaftliche
    Mobilisierung, die Konflikte in der AfD rühren: Nämlich von der ungebremsten Radikalisierung der AfD, die sich programmatisch in einem durch und durch völkischen Europawahlprogramm und personell im Vormarsch des nationalsozialen, neofaschistischen Flügels um
    Björn Höcke äußerte, der weit über seine Homebase in Thüringen hinaus immer stärker die
    Kontrolle auch in den westlichen Landesverbänden übernimmt, äußerte. Auch die erneute
    Verschiebung des so genannten „Rentenparteitages“ auf nächstes Jahr offenbart schwerwiegende Konflikte innerhalb der AfD.
    4. Das Potenzial für ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen die AfD ist vorhanden! Es
    speist sich v.a. aus den Teilen der Gesellschaft, für die vor dem Hintergrund des deutschen
    Faschismus eine antifaschistische Haltung Grundlage ihres Handelns ist: Das umfasst zum
    Beispiel Verfolgtenorganisationen, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Netzwerke wie
    Attac und Parteien wie Grüne, SPD und Die LINKE, Organisationen der migrantischen
    Selbstorganisation, jüdische, muslimische und christliche Religionsgemeinschaften, Bündnisse für sexuelle Selbstbestimmung, Sozialverbände, Künstler*innenvereinigungen, und
    auch Schüler*innen und Studierendenvertretungen. Voraussetzung für eine breite Mobilisierung aus den genannten Spektren ist, dass sie die Gefahr, die von der AfD für eine solidarische und inklusive Gesellschaft ausgeht, erkennen und, dass die AfD nicht einfach als
    eine besonders rechte Partei innerhalb des politischen Spektrums abgehakt wird. Es muss
    ausgesprochen werden, was die AfD tatsächlich ist: Ein Sammelbecken für Nationalkonservative und Neofaschist*innen.
    5. Mitte 2019 befinden wir uns in der erfreulichen Situation, dass #unteilbar antirassistische
    Mobilisierung mit der positiven Vision einer solidarischen Gesellschaft verbinden kann. Wir
    beteiligen uns an diesem Bündnis, weil hier die verschiedenen Stränge des Widerstandes
    gegen den Rechtsruck zusammenkommen. AgR leistet dabei einen spezifischen Beitrag,
    nämlich die Zuspitzung auf die Gefahr durch die AfD als organisatorischem Träger rassistischer und völkischer Ideologie und organisatorischem Sammelpunkt der verschiedenen
    Stränge des deutschen Rechtsextremismus. Standen wir bei Gründung von AgR mit der
    Aussage „Wer AfD wählt, wählt Nazis“ noch ziemlich allein da, wendet sich jetzt das Blatt.
    6. Unsere Kampagne ist weiterhin notwendig, denn das Bild ist mitnichten das einer flächendeckenden Schwächung der AfD: Bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und
    Thüringen zeichnet sich ein dramatischer Durchbruch für die AfD in Ostdeutschland ab. Die
    Folge einer drohenden Regierungsbeteiligung der AfD wäre, dass gesellschaftlich progressive Kräfte sich nicht nur den außerhalb der Staatsorgane stattfindenden rechten Mobilisierungen und rechter Hetze gegenüber sehen, sondern zugleich mit zunehmenden Verfolgungsdruck durch die stärker von rechts kontrollierten staatlichen Sicherheitsorgane umgehen müssen. Nicht nur die Normalisierung in der Gesellschaft, sondern gerade die tatsächliche Etablierung und Festsetzung in der Legislative und Exekutive des Staates gehören durchaus zur Strategie der AfD: Die AfD schickt sich an, in Ostdeutschland tatsächlich politische Machtpositionen zu besetzen. Wir sehen mit Sorge, wie die derzeit herrschende Parteien mit der Asylrechtsverschärfung und anderen Maßnahmen versuchen, Wähler*innen der AfD durch Übernahme von deren Positionen an sich zu binden oder sich gar Koalitionen mit der AfD zu öffnen. Wir kritisieren, wenn Parteien sich weiter nach rechts öffne und bzw. antirassistische Positionen marginalisieren: Wer die AfD kopiert, schwächt sie nicht, sondern macht sie stark.
    7.  Die Herausforderung durch den möglichen Durchbruch der AfD im Osten bei gleichzeitiger
    Existenz einer motivierten, jungen, vitalen antifaschistischen und antirassistischen Bewegung bundesweit bestimmt den strategischen Rahmen, in dem sich AgR in den Monaten
    nach dieser Aktivenkonferenz bewegen wird. Wir schlagen folgendes Vorgehen von AgR in
    den kommenden Monaten vor:
    • Wir unterstützen antifaschistische und antirassistische Akteur*innen in den Wahlkämpfen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg und
    • wir rufen zur bundesweiten Demonstration in Dresden am 24. August auf.
    • Wir setzen unsere Mobilisierung gegen Auftritte der AfD fort.
    • Wir weiten die Stammtischkämpfer*innen-Seminare aus.
    • Wir vertiefen unsere Arbeit mit Gewerkschaften, in Schulen und Hochschulen, und wir
    arbeiten an der Vernetzung von Akteur*innen in den verschiedenen Bereichen. Dazu
    gehören besonders von Rassismus Betroffene und andere von der AfD angegriffene
    Gruppen und Initiativen.
    • Wir setzen die Vernetzung mit internationalen Akteur*innen fort.
    • Wir erklären uns solidarisch mit Carola Rackete. Die Kapitänin der Sea Watch 3, hat
    sich Italiens Innenminister Salvini widersetzt und mit 40 geretteten Flüchtlingen in
    Lampedusa angelegt. Wir fordern ihre sofortige Freilassung. Seenotrettung ist kein
    Verbrechen.

Quelle: Originaltext von https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/aktuelles/report-back-aktivenkonferenz2019/

Stopp Air Base Ramstein Protestaktionen 2019

Nein zu Krieg und Militärbasen – erste Gedanken danach

Bei vielen waren es der drohende Iran-Krieg und die Stationierung neuer Atomwaffen, die tausende von Menschen zum Protest auf die Straße führten. Die mehr als 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die dem Aufruf der Kampagne Stopp Air Base Ramstein am Samstag in der Gluthitze folgten, protestierten natürlich auch eindringlich gegen den völkerrechtswidrigen Dohnenkrieg. Keine Aufrüstung mit uns, einte die Teilnehmer*innen dieser bunten, vielfältigen Demonstration vom Stadtzentrum Ramstein-Miesenbachs bis zur US-Air Base Ramstein. Optimistisch war die Stimmung. Beeindruckend alle Redebeiträge, die die Vielfalt der Argumente gegen den Krieg zum Ausdruck brachten (Sie können demnächst auf der Webseite angesehen und gelesen werden). Umfassend, mitreißend und motivierend das umfassende Kulturprogramm auf der Auftakt- und Schlusskundgebung sowie im Friedenscamp. Es waren gerade die Vielfalt und die politische Breite – bei einem unüberhörbaren Nein zum Krieg –, die die Aktionen prägten. Viele neue Unterstützer*innen sind hinzugekommen. Differenzen und Unterschiedlichkeiten, bei einem klaren antifaschistischen Grundkonsens, wurden und werden als Bereicherung gesehen.

 

„Stopp Air Base Ramstein Protestaktionen 2019“ weiterlesen