18.04.2017

Die Ostermärsche in der Republik - eine positive Bilanz

Das Netzwerk Friedenskooperative zeigt sich zufrieden mit den Ergebnissen der diesjährigen Ostermärsche. „Die Ostermärsche bleiben eine lebendige und absolut notwendige Tradition, die dazu beiträgt die Skepsis gegenüber Krieg und Militär in unserer Gesellschaft aufrecht zu erhalten.“, bilanziert das Bonner Büro. Im Vergleich zu den Vorjahren stieg die Anzahl der Veranstaltungen und Aktionen mit rund 90 sogar leicht an. Dort wo das Wetter mitspielte, legten auch die Teilnehmerzahlen leicht zu.


Kurz vor der Abfahrt von Bruchsal nach Stuttgart schnell noch ein foto

Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative, das zu den Ostermärschen einen umfangreichen Informationsservice anbietet, zieht eine positive Bilanz: "Die Ostermärsche zeigen eine lebendige, politisch hellwache und sachkundige Bewegung, die engagiert vor den Gefahren eskalationsträchtiger Machtpolitik warnt und friedenspolitische Alternativen zu Säbelrasseln und militärischer Intervention aufzeigt".


Dicht gedrängt stehen die Ostermarschierer in der stuttgarter Lautenschlagerstraße und warten auf dem Abmarsch

"Für mich ist die Stärke der Friedensbewegung zu Ostern, dass es schon seit vielen Jahren kontinuierlich eine ähnliche Zahl von Veranstaltungen gibt, sowohl in großen als auch in kleinen Städten.", so Kristian Golla weiter.


Nein zur Kriegshetze gegen Syrien

Ausrufezeichen an Politik im Wahljahr


Auf dem Stuttgarter Schlossplatz versammlten sich 2500 Ostermarschierer

„Die Ostermärsche sind weiterhin ein wichtiges Zeichen, wie besorgt viele Menschen um den Frieden in Europa und weltweit sind. Die Flüchtlingskrise und der Terrorismus, ausgelöst durch Krieg und Gewalt, haben die Notwendigkeit von Frieden wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt. Das Scheitern der Politik mit militärischen Mitteln wird dabei überdeutlich im Fall von Syrien und Afghanistan.“, so Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative.


Einige sind müde vom Marsch durch die Stuttgarter Innenstadt

„Die Politik sollte im Wahlkampfjahr besonders auf die Ostermarschierer schauen und sich deren Forderungen annehmen. Angesichts der sich zuspitzenden Krisen und Kriege braucht es neue Lösungen die auf Gewaltfreiheit setzen anstatt Kriegsursachen zu schüren.“, fordert Philipp Ingenleuf.

Vorrangige Forderungen und Themen der Ostermärsche

„Die große Themenvielfalt der Ostermärsche unterstreicht, wie dringend notwendig diese weiterhin sind“, erklärt Philipp Ingenleuf vom Netzwerk Friedenskooperative. „Zu den vorrangigen Forderungen zählten dieses Jahr insbesondere ein Ende der Gewaltspirale in Syrien, eine Welt ohne Atomwaffen, der Stopp deutscher Rüstungsexporte sowie weltweite Abrüstung. Weitere wichtige Themen waren der ungelöste Konflikt in der Ukraine, die zunehmenden Spannungen zwischen NATO und Russland, Krieg als Fluchtursache, Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Erhöhung des Rüstungsetats“, so Ingenleuf.

Interesse an Informationen zum Ostermarsch gestiegen

Das Netzwerk Friedenskooperative verzeichnete dieses Jahr ein gestiegenes Interesse am Thema Ostermarsch. Das Bonner Büro zeigt sich erfreut: „Dieses Jahr konnten wir ein deutlich höheres Interesse an den Ostermärschen verzeichnen. Dies lässt sich zum einen an der Zugriffszahl unserer Website ablesen, die zu Ostern bei mehreren Zehntausend lag und damit deutlich über dem Schnitt der Vorjahre, aber auch an den vielen Presseanfragen und Emails von AktivistInnen und Interessierten.“

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Quelle: http://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2017
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