04.01.2017

Insgesamt bisher 100 Journalisten in Mexiko bei der Ausführung ihrer Arbeit umgebracht

Mexiko-Stadt, 30.12.2016

Der aktuelle Jahresbericht der Organisation Reporter ohne Grenzen bezeichnet Mexiko weiterhin als gefährlichstes Land für Journalisten in Lateinamerika.

Mit neun ermordeten Journalisten im Jahr 2016 befindet sich das Land weltweit damit an dritter Stelle nach Syrien und Afghanistan, heißt es heute beim Lateinamerika-Portal "amerika21".

Wir zitierten ausnahmsweise "Reporter ohne Grenzen". Diese Organisation verbreitet häufig tendenziöse Meldungen. In diesem Fall jedoch, können wir davon ausgehen, dass die Nachricht den Tatsachen entspricht, da das brutale Vorgehen gegen Journalisten in Mexiko allgemein in den Medien kursiert. HJR.

Auch die Journalistenorganisation "Article 19" sieht die Gefahr für in Mexiko arbeitende Journalisten mit Sorge. 2016 sei das Jahr, in staatliche Institutionen unter der Regierung von Präsident Enrique Peña Nieto am bisher gewalttätigsten gegen die Presse vorgegangen sei. Darüber hinaus seien die meisten Todesfälle in einem Jahr seit dem Jahr 2000 zu verzeichnen gewesen. Die Leiterin von "Article 19" in Mexiko und Zentralamerika, Ana Ruelas, berichtete, dass die Gewalt gegen Journalisten Hand in Hand mit weiteren Maßnahmen gegen die Meinungsfreiheit gehe. Durch neue Gesetze gegen die Pressefreiheit erleide die mexikanische Demokratie seit dem Amtsantritt Peña Nietos viele Rückschläge, zitiert amerika21 Ruelas. In den letzten 16 Jahren wurden in Mexiko 100 Journalisten in Mexiko in Ausübung ihrer Arbeit getötet, so "Article 19". In dieser Zeit wurden alleine im Bundesstaat Veracruz 21 ermordete Medienschaffende registriert, so "amerika21".

Die vollständige Meldung des Lateinamerika-Portals amerika21 finden Sie heute unter: https://amerika21.de/2016/12/166757/mexiko-toedlichstes-land

Quelle: amerika21 | Presseverteiler | redaktion@amerika21.de
Nachrichten und Analysen aus Lateinamerika (Originaltext v. 30.12.2016)
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